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Auge

Gesichtsfeldausfälle

Das Gesichtsfeld ist der Bereich, den Sie überblicken können, ohne Kopf und Augen zu bewegen. Es umfasst bei jungen Erwachsenen horizontal zu beiden Seiten einen Winkel von jeweils 90 Grad, nach oben 60 und nach unten 70 Grad.

Dabei sehen Sie natürlich nur scharf, was Sie direkt anblicken. Alles andere bleibt verschwommen. Am Rande Ihres Gesichtsfelds erkennen Sie fast nur noch Bewegungen. Erscheinen Ihnen diese wichtig, lenken Sie Ihren Blick darauf. So können Sie beispielsweise im Straßenverkehr von der Seite herannahende Fahrradfahrer oder Autofahrer bemerken, obwohl Sie den Verkehr vor sich betrachten.

Die Fähigkeit, einen großen Winkel überblicken zu können sowie die Sehfähigkeit des Auges lassen mit der Zeit nach. Dies ist an sich nicht bedenklich, sondern eine Folge des natürlichen Alterungsprozesses. Verschiedene Erkrankungen können allerdings im Einzelfall das Sehvermögen erheblich einschränken:

Bei peripheren Gesichtsfeldausfällen verliert der Patient zunehmend die Fähigkeit, einen großen Winkel zu überblicken. Was in seinem Blickwinkel passiert, kann er nicht mehr sehen und entwickelt im Laufe der Zeit eine Art „Tunnelblick“. Weil periphere Gesichtsfeldausfälle häufig, z. B. beim Glaukom, nur allmählich voranschreiten, kann sich das Sehzentrum im Gehirn daran gewöhnen, dass nach und nach immer weniger Informationen zur Verfügung stehen. Deswegen bleibt beispielsweise ein Glaukom oft lange unerkannt.

Bei zentralen Gesichtsfeldausfällen ist die Makula betroffen, die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut. Eine typische Krankheit, die dies verursacht, ist die altersabhängige Makuladegeneration (AMD). Ein betroffener Patient hat zwar kein eingeschränktes Gesichtsfeld, er kann aber nicht mehr scharf sehen. Wenn er einen Punkt fixiert, bleibt dieser verschwommen und undeutlich.